{"id":24,"date":"2016-11-20T14:46:36","date_gmt":"2016-11-20T13:46:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gansheim.de\/?page_id=24"},"modified":"2016-11-22T22:17:13","modified_gmt":"2016-11-22T21:17:13","slug":"gansheim-geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gansheim.de\/?page_id=24","title":{"rendered":"Gansheim-Geschichte"},"content":{"rendered":"<h2>Geschichte<\/h2>\n<p>Der Ort ist als Stra\u00dfendorf entstanden. Das Usseltal trennt den Altort von seinem gr\u00f6\u00dferen Neubaugebiet und schafft eindeutige Nutzungsbereiche &#8211; Landwirtschaft im S\u00fcden und Wohnbaut\u00e4tigkeiten im Norden. Dies soll so bleiben. Der Talraum der Ussel soll wegen seiner \u00f6kologischen Bedeutung nicht bebaut werden. Ein zweites, kleineres Wohngebiet ist im S\u00fcden des Dorfes entstanden. Das Gansheimer Schloss geht auf Graisbacher Dienstmannen zur\u00fcck. 1400 kam es an die Marsch\u00e4lle von Donnersberg. Der Pfalzneuburgische Kammerrat Simprecht Lenk erneuerte den Bau 1556. Das am Westende des Dorfes nahe der Ussel gelegene Geb\u00e4ude wurde im 19. Jahrhundert stark ver\u00e4ndert, damals soll der im Kern einfache Bau sein n\u00fcchternes \u00c4u\u00dferes bekommen haben. Die Pfarrkirche St. Nikolaus ist eine mittelalterliche Chorturmanlage, die 1727 erneuert und verl\u00e4ngert wurde. Die Friedhofskapelle zur Schmerzhaften Muttergottes ist ein einheitlicher Bau von 1741. Erhalten haben sich ferner zwei kleinere Kapellen aus dem 18. beziehungsweise 19. Jahrhundert.<\/p>\n<p>Weitere Details zur Gansheimer Geschichte sind in der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gansheim\" target=\"_blank\">Wikipedia<\/a> zu finden.<\/p>\n<h2>Wappen der ehemaligen Gemeinde Gansheim<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-25\" src=\"https:\/\/www.gansheim.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Wappen-300x300.png\" alt=\"wappen\" width=\"206\" height=\"206\" srcset=\"https:\/\/www.gansheim.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Wappen-300x300.png 300w, https:\/\/www.gansheim.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Wappen-150x150.png 150w, https:\/\/www.gansheim.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Wappen.png 555w\" sizes=\"auto, (max-width: 206px) 100vw, 206px\" \/><\/p>\n<p>Grundlage dieser Information: Stellungnahme der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns vom 8. M\u00e4rz 1961. Beschreibung: In Silber auf einem von Blau und Gold geteilten Dreiberg stehend eine rote Gans. Gansheim ist heute ein Ortsteil der <a href=\"http:\/\/www.gemeinde-marxheim.de\/\" target=\"_blank\">Gemeinde Marxheim<\/a>.<\/p>\n<h2>Begr\u00fcndung des Wappens<\/h2>\n<p>Im 17. und 18. Jahrhundert waren die Herren Schmied von Wellenstein Besitzer von Schloss und Hofmark Gansheim; sie f\u00fchrten als Figur eine Gans im Wappen. Die \u00dcbernahme dieses Symbols als Gemeindewappen empfahl sich wegen der historischen Beziehungen der Gemeinde zu der Familie von Wellenstein, dann aber vor allem wegen des Hinweises auf den Ortsnamen. Dadurch entsteht ein sog. &#8222;redendes Wappen&#8220;. Der Dreiberg erscheint im Wappen der Herren Lenk auf Burgheim und Gansheim, den Besitzern des Orts im 16. Jahrhundert. Simprecht Lenk erneuerte 1556 Schloss Gansheim. Die Farben Blau und Gold erinnern an die Wappenfarben der Grafen von Lechsgem\u00fcnd\/Graisbach, zu deren Herrschaftsbereich die Gemeindegemarkung bis zum Aussterben des Geschlechts 1342 geh\u00f6rte.<\/p>\n<h2>&nbsp;<\/h2>\n<h2>Julian Knogler<\/h2>\n<p>Aus der Gemeinde ging der Jesuitenpater Julian Knogler, Namensgeber der Volksschule Marxheim, geboren 1717, gestorben 1772, hervor. \u00dcber sein Leben und Werk informiert das Taschenbuch &#8222;Ein Jesuit aus Bayerisch-Schwaben bei den Chiquitos in Bolivien, Die Aufzeichnungen des Julian Knogler SJ (1717-1772) aus Gansheim, Donau-Ries&#8220;, von Franz Josef Merkl, 221 Seiten, erschienen 1999 im Wi\u00dfner-Verlag Augsburg, Preis ca. 13 Euro.<\/p>\n<p>Kurzbiografie von Julian Knogler (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.jesuiten.de\/\" target=\"_blank\"><u><span style=\"color: #0000ff;\">www.jesuiten.de<\/span><\/u><\/a>):<\/p>\n<p>Julian Knogler, ein bayerischer Jesuit unter Indianern, wurde am 8. Januar 1717 in Gansheim im bayerisch-schw\u00e4bischen Landkreis Donau-Ries geboren. Er trat 1737 in die Gesellschaft Jesu ein und unterrichtete nach dem Noviziat einige Jahre an den Gymnasien in Solothurn und Luzern, wo er sich auch um den musikalischen Bereich k\u00fcmmerte. Schon kurz nach seiner Priesterweihe 1747 nahm der Ordensgeneral seinen Antrag auf Entsendung in die Mission an.<br \/>\nKnogler reiste 1748 nach Buenos Aires und nahm nach einer recht abenteuerlichen Reise quer durch den Kontinent seine Arbeit in San Javier, der \u00f6stlichsten der Chiquitos-Missionen, auf. Sieben Jahre sp\u00e4ter gr\u00fcndete er ein Indianerdorf in Santa Ana. Die dort wiedergefundenen und rekonstruierten Musikst\u00fccke und die nach seinen Pl\u00e4nen sp\u00e4ter errichtete Kirche zeigen, dass Knogler in S\u00fcdamerika auch kulturell erfolgreich gewirkt hat.<br \/>\nKnogler wurde 1767 mit seinen Mitbr\u00fcdern aus dem Osten der heutigen Republik Bolivien ausgewiesen und nach Europa deportiert. Nach einem kurzen Wirken als Krankenseelsorger in Oettingen starb Knogler am 20. Mai 1772. Unvergessen ist er bis heute in dem von ihm gegr\u00fcndeten Ort Santa Ana im Departement Santa Cruz de la Sierra im Osten der Republik Bolivien, wo eine Gedenktafel an \u00bbseiner\u00ab Kirche an ihn erinnert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschichte Der Ort ist als Stra\u00dfendorf entstanden. Das Usseltal trennt den Altort von seinem gr\u00f6\u00dferen Neubaugebiet und schafft eindeutige Nutzungsbereiche &#8211; Landwirtschaft im S\u00fcden und Wohnbaut\u00e4tigkeiten im Norden. Dies soll so bleiben. 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